Was auch immer mir in den Sinn kommt und niedergeschrieben werden will

Episch

Veröffentlicht am: von zeitverschreib

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Am Samstag erlebte ich einen Epic Fail. Enttäuschung auf ganzer Linie.

Kurz zur Vorgeschichte: ich war nach langer Zeit mal wieder lauftechnisch am Unterbacher See unterwegs. Vor einer Ewigkeit schlug ein ehemaliger Kollege vor, einmal die Woche dort etwas für die Fitness zu tun und so trabten wir oft gesellig zu dritt oder viert um den See. Aus einer Runde wurden bald zwei und aus meiner Plauze ein Astralkörper. Ok, letzteres lässt Raum zur Diskussion. 😂

Der Arbeitsplatz wechselte irgendwann, der Wohnort damit auch und ich lief anderswo. Aber nun wollten die neuen Trailschuhe getestet werden, also habe ich mich an genanntem Samstag ins Auto gesetzt und bin zu meiner damaligen Lieblingsstrecke gefahren. War schön, wenn auch zu schnell.

So, genug Vorgeplänkel. Ich wollte nur ausdrücken, dass ich generell in guter Stimmung war.

Bis ich beim örtlichen Bäckereifachbetrieb die Grundlagen für ein spätes Frühstück erwerben wollte. Der junge Mensch hinter der Theke - nennen wir ihn der Einfachheit halber Holger - machte einen recht planlosen Eindruck auf mich. Die von mir ursprünglich gewünschte Brötchenart war nicht mehr zu haben, also deutete ich auf eine noch vorrätige Alternative, verbunden mit der Frage, ob diese denn vegan wäre.

Holger: “Was ist vegan?”

Innerlich fiel mir erstmal die Kinnlade runter. Die Frage, ob gar der Geist von Kurt Felix im Raum schwebte, blieb mangels Ouijabrett ungestellt und damit unbeantwortet.

Ich: “Vegan. Ohne Milch, ohne Ei und so weiter.”

Holger: “Oh. Kann sein, dass da Milch drin ist. Muss ich mal meinen Chef fragen.” Sprach’s und Griff zum Telefon. Leider blieb auch dieser Anruf ohne Antwort.

Ich schlug daher vor, einfach in der Allergenliste nachzuschauen.

Holger (auf diverse Unterlagen im Nebenraum schauend): “Die ist wohl mal abgefallen, haben wir gerade nicht.”

Meine Laune war während der Konversation stetig gen Erdmittelpunkt gerutscht, der Gedanke an die versteckte Kamera drängte sich allmählich wieder auf. Es half dann auch nicht wirklich, dass ich a) endlich aus den nassen Klamotten wollte und b) dringend pinkeln musste.

Um uns beiden weiteres Ungemach zu ersparen, verabschiedete ich mich und erstand knapp 37 Sekunden später drei Mehrkornbrötchen in der gegenüber gelegenen Filiale der regionalen Backwarenkette.

Die dortige Mitarbeiterin kam zumindest mit den durchweg vorhandenen Schildchen vor den diversen Brötchen zurecht, die Veggie und Vegan klar unterscheidbar machten.

Soviel also zum Ansatz Support your Local.

Sorry, aber es darf eigentlich nicht sein, dass wer auch immer zum direkten Kontakt mit der Kundschaft verdonnert wurde, die Zusammensetzung des recht übersichtlichen Sortiments nicht kennt. Wir sprechen hier nicht von vierunddrölfzig Brötchen und Broten. Da erwarte ich Wissen. Wenn schon nicht abrufbar im Kopf, dann auf der Ausschilderung oder in jederzeit verfügbaren Unterlagen.

#fail #vegan asdfasdfadsf